Rolf Miller: Wenn blöd, dann aber gescheit

Kabarettist Rolf Miller begeisterte in der Marktheidenfelder Renkhoff-Halle

 

Braucht weder Requisite noch große Gesten: der Kabarettist Rolf Miller bei seinem umjubelten Auftritt in der Renkhoff-Halle am Freitag in Marktheidenfeld.

„Genau so ist es!“ sagte Rolf Miller und dann saß er auf seinem Stuhl vor rund 500 Zuhörern in der Marktheidenfelder Hans-Wilhelm-Renkhoff-Halle und begann seinen kabarettistischen Monolog der Halbsätze und unvollständigen Phrasen: „Tatsachen“.

Erstmals sollte die Sporthalle ihre Veranstaltungstauglichkeit unter Beweis stellen und der Präsident des Lions-Clubs Marktheidenfeld-Laurentius, Markus Zinßer, der den Odenwälder Kabarettisten eingeladen hatte, bereute seine Entscheidung nicht. Zwar bedeutete der Abend einen ziemlichen Organisationsaufwand, aber die Gäste konnten entspannt in der großen Halle vor dem Programm und in der Pause plaudern und bequem in großzügig gestellten Reihen Platz nehmen.

Der Erlös geht an einen sozialen Zweck: Im Marktheidenfelder Stadtteil Zimmern sind Asylbewerber beheimatet. Das kleine Netzwerk, das sich dort zur deren Unterstützung zusammengefunden hat, soll durch den Lions-Clubs gefördert werden.

Der Abend galt mit Rolf Miller einem Künstler, der es wie kaum ein anderer versteht, Menschen damit zu unterhalten, was man ohnehin jeden Tag erlebt. Dazu benötigt er nur wenige Posen und Gesten auf seinem Stuhl und kaum Mimik. Der Odenwälder schwadroniert vor sich hin, was man täglich irgendwo hören kann und – man muss es zugeben – in ähnlicher Form schon einmal selbst von sich gegeben hat.

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